Hauptversammlung bei Heckler & Koch: Rückblick auf ein wechselvolles Geschäftsjahr 2017 und Ausblick auf die weitere Stabilisierung

21.09.2018
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Die Hauptversammlung der H&K AG findet am heutigen Tag in Rottweil statt. In ihren Reden zu den Aktionären führen der Vorsitzende des Aufsichtsrats der H&K AG, Dieter John, und der Vorsitzende des Vorstands der H&K AG, Dr. Jens Bodo Koch, aus, welche Ereignisse und Faktoren das Geschäftsjahr 2017 bestimmt haben und welche Fortschritte im laufenden Prozess der Stabilisierung erzielt werden konnten.

„Nach vorne gerichtet werden wir das Gute konsequent fortführen, wie insbesondere unsere Grüne-Länder-Strategie, und den hohen Anspruch an die Qualität und die technologische Perfektion unserer Produkte aufrechterhalten. Ziel ist es, wieder einen stabilen, nachhaltigen Kurs herzustellen und darauf aufbauend die Wachstumschancen zu nutzen“, so Dr. Koch zu Beginn seiner Ausführungen.

Der in 2017 begonnene umfangreiche, ganzheitliche Veränderungsprozess hat sich zeitlich als zu ambitioniert erwiesen und wird nun zielorientiert und mit Augenmaß für die Komplexität des Gesamtprozesses schrittweise umgesetzt. Die Rahmenbedingungen hierfür sind geschaffen, wie John zusammenfasst: „Erstens ist der notwendige Stabilisierungsprozess priorisiert und eingeleitet. Die ersten Erfolge sind heute schon sichtbar. Zweitens die Grüne-Länder-Strategie, die von Vorstand, Aufsichtsrat und Gesellschaftern gemeinsam getragen wird: In den richtigen Händen stellen unsere Produkte einen wichtigen Baustein der Sicherheitsarchitektur vieler Demokratien in Europa und der NATO dar. Drittens ist der Umsatz wieder intakt. Viertens sind Verbesserungen in der Kostenstruktur auf den Weg gebracht.“

„Der Auftragseingang der H&K AG lag im Geschäftsjahr 2017 mit 215 Millionen Euro um rund zwei Prozent über dem mit 212 Millionen Euro guten Wert für 2016. Während der Umsatz in der ersten Jahreshälfte 2017 noch dem Niveau des Jahres 2016 folgte, hatten wir in der zweiten Jahreshälfte 2017 einen herben Umsatzrückgang und in Folge einen Einbruch des Ergebnisses vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen sowie auch des operativen Cash Flows zu verzeichnen“, erläutert Dr. Koch.

„Im Juli 2017 konnte die Neufinanzierung mit drei Bausteinen erfolgreich abgeschlossen werden und Ende August die bisherige Hochzinsanleihe vollständig und vorzeitig abgelöst werden. Auch die auf der vorjährigen Hauptversammlung beschlossene Kapitalerhöhung wurde durch ihre Eintragung in das Handelsregister Anfang Oktober 2017 erfolgreich abgeschlossen. Angesichts des nach wie vor volatilen Umsatzvolumens halten wir die bestehende Verschuldung aber immer noch für deutlich zu hoch. Das Unternehmen darf daher in seinen Anstrengungen zur Verringerung seiner Verschuldung und Erhöhung der Ertragslage nicht nachlassen“, so John.

Zum Reorganisations- und Stabilisierungsprozess führt Dr. Koch aus, „dass die gewachsenen Strukturen für den Auftragsbestand nicht optimal waren: Dieser Erkenntnis folgend hat man die Materialflüsse und Fertigungsabläufe reorganisiert und gekürzt. Die Phase I dieser Reorganisation ist erfolgreich abgeschlossen. Ein Großteil dieses Verbesserungspotentials wird schon in 2018 spürbar sein.“

 „Wir sind davon überzeugt, dass das Unternehmen Heckler & Koch mit allen eingeleiteten Maßnahmen sehr gut für die Zukunft aufgestellt ist“, so John und Dr. Koch abschließend.

Über Heckler & Koch
Heckler & Koch ist weltweit führender Hersteller von Handfeuerwaffen mit festen Wurzeln am Standort Deutschland. Seit mehr als 60 Jahren ist das Unternehmen ein zuverlässiger Partner für Sicherheitskräfte, Polizei und Sondereinsatzkräfte der NATO und NATO-assoziierter Staaten. Heckler & Koch steht für höchste Qualität und innovative Produkte. Darüber hinaus ist Heckler & Koch der einzige Handfeuerwaffen-Anbieter mit einem umfassenden Produktportfolio. Das Sortiment umfasst Pistolen, Maschinenpistolen, Sturmgewehre, Präzisionsgewehre, Maschinengewehre, Trainingssysteme sowie 40mm-Systeme. Zur international operierenden Unternehmensgruppe mit Sitz in Oberndorf am Neckar gehören Tochtergesellschaften in den USA, Frankreich und Großbritannien.

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